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REVG aktuell

Fahrtausfälle bei der REVG

Leider kommt es bei den im Auftrag der REVG eingesetzten Auftragsunternehmen im Rhein-Erft-Kreis momentan zu vereinzelten Fahrtausfällen.

Der Grund hierfür ist – wie bei anderen Verkehrsunternehmen oder in der Logistikbranche allgemein – ein Mangel an Busfahrer/innen. Generell hält der Arbeitsmarkt kein ausgebildetes Fahrpersonal vor. Kurzfristige, zeitlich befristete Einstellungen können aufgrund von berufsbedingten Spezifika (Netz-, Tarif- und Fahrplankunde) nicht getätigt werden.

Hinzu kommt die besondere Situation im Rhein-Erft-Kreis, die durch die völlige Neustrukturierung der Linienverkehre der REVG hervorgerufen wird. Ab dem 1.1.2019 wird die REVG mehr als die Hälfte der Linienverkehre selber erbringen; unsere internen Vorbereitungen hierzu laufen auf Hochtouren. Die übrige Hälfte der Linienverkehre wird zukünftig von Auftragsunternehmern erbracht. Den Auftrag hat nach einer europaweiten Ausschreibung die DB-Tochter Busverkehr Rheinland erhalten, die wiederum einen Großteil der Leistungen an Subunternehmer vergeben wird. Die hierzu durchgeführte europaweite Ausschreibung steht kurz vor dem Abschluss.

Gegenwärtig haben die privaten Omnibusunternehmer, die momentan im Auftrag der REVG tätig sind, noch keine Gewissheit, dass sie den Anschlussauftrag ab dem 1.1.2019 wieder erhalten werden. Die Omnibusunternehmer befinden sich derzeit also in einer Art "Schwebezustand", der auch den Busfahrer/innen bekannt ist. Dieser Schwebezustand schlägt sich insofern nieder, dass die Arbeitsplatzsituation als unsicher empfunden wird. Daher sondieren die Busfahrer/innen der privaten Omnibusunternehmer den Arbeitsmarkt und suchen Festanstellungen bei anderen Verkehrsunternehmen. Wechselwillige Fahrer/innen fehlen dann beim bisherigen Auftragsunternehmer, der dann wiederum Schwierigkeiten hat, die Fahrleistung zu erbringen. 

Die 43 Buslinien der REVG werden ausschließlich von Auftragsunternehmen gefahren. Der Fahrer/Fahrzeugeinsatz bei den Auftragsunternehmen der REVG erfolgt nicht nach Buslinien, sondern nach Fahrerdienstplänen. In den Fahrerdienstplänen sind die Kurse der einzelnen Linien mitunter bunt gemischt. Das bedeutet, wenn ein Fahrer nicht zum Dienst erscheint und kein Ersatzfahrer den Dienstplan übernehmen kann, fällt der Dienstplan aus. Da dieses meistens kurzfristig geschieht, ist es nicht möglich, eine Vorhersage dazu zu treffen, welcher einzelne Kurs ausfällt. Wir können daher nur eine allgemeine Information herausgeben. 

Die Gesamtsituation ist äußerst angespannt und wird sich aller Voraussicht nach in den nächsten Wochen leider auch nicht verbessern. Neueinstellungen zur Kompensation der Mitarbeiterverluste, aber auch zur Kompensation von Urlaubsabwicklungen, krankheitsbedingten Ausfällen, etc. sind auf Grund der skizzierten unklaren Situation derzeit nur schwer möglich. 

Die REVG ist sich der schwierigen Situation für unsere Fahrgäste bewusst. Wir werden auf unsere Auftragsunternehmen Einfluss nehmen und alles ermöglichen, um diese Fahrtausfälle zu vermeiden.

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